Unverträglichkeiten: die Zutatennamen hinter deinen Themen
Die meisten Auslöser stehen nie unter dem Namen auf dem Etikett, den du kennst. Dieser Guide listet die Etikettennamen zu neun häufigen Themen — und zeigt, wie FoodBuddy sie beim Scannen sichtbar macht.
Zutatenlisten richtig lesen — die Grundregeln
Zutaten sind nach Gewicht absteigend sortiert — die ersten drei erzählen den Großteil der Geschichte. Die 14 EU-Hauptallergene müssen in der Liste hervorgehoben sein. „Kann Spuren enthalten“ ist ein freiwilliger Hinweis, kein Rezeptbestandteil. Und: Rezepturen ändern sich — das Etikett in deiner Hand schlägt jede Datenbank.
FODMAP
FODMAPs sind fermentierbare Kohlenhydrate — auf Etiketten verstecken sie sich hinter Süßungsmitteln, Ballaststoffen und Würzbasen, nie hinter dem Wort „FODMAP“.
Etikettennamen: Inulin, Zichorienwurzelfaser, Fructo-Oligosaccharide (FOS), Galacto-Oligosaccharide (GOS), Honig, Agavendicksaft, Glukose-Fruktose-Sirup, Weizen- und Roggenzutaten, Zwiebel- und Knoblauchpulver — sowie Polyole wie Sorbit (E420), Mannit (E421), Xylit (E967), Maltit (E965), Isomalt (E953).
Gluten
Etikettennamen: Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Kamut, Triticale, Grieß, Bulgur, Couscous, Seitan, Malz und Malzextrakt (meist Gerste), Bierhefe. „Glutenfrei“ ist in der EU eine regulierte Angabe (max. 20 mg/kg).
Laktose
Milchzucker steckt weit über Milchprodukte hinaus in Backwaren, Saucen und Wurstwaren.
Etikettennamen: Laktose, Milch, Milchpulver, Magermilchpulver, Molke, Molkenpulver, Buttermilch, Sahne, Kondensmilch, Milchbestandteile, Quark. Hinweis: Casein und Caseinate sind Milcheiweiße — relevant bei Milchallergie, weitgehend unabhängig vom Laktosegehalt.
Histamin
Histamin selbst steht selten auf dem Etikett — es entsteht bei Reifung und Fermentation. Erkennen kannst du die typischen gereiften und fermentierten Zutaten.
Etikettennamen: Hefeextrakt, Sojasauce, Fischsauce, Essig, Sauerkraut, gereifte oder fermentierte Wurstwaren (Salami, Rohschinken), gereifter Käse, fermentierte Sojaprodukte.
Fruktose
Etikettennamen: Fruktose, Glukose-Fruktose-Sirup, Maissirup mit hohem Fruktosegehalt, Fruchtsaftkonzentrat, Apfel- oder Birnendicksaft, Agavendicksaft, Honig, Invertzuckersirup, Sorbit (E420).
Salicylate
Salicylate kommen natürlich in vielen Früchten, Gemüsen, Kräutern und Gewürzen vor — deklariert werden sie praktisch nie. Der praktikable Weg: die Zutaten erkennen, die typischerweise salicylatreich sind, etwa Beerenzubereitungen, Tomatenkonzentrate und Gewürzmischungen. Genau diese Zutatennamen macht FoodBuddy sichtbar.
Oxalate
Oxalsäure ist ebenfalls ein natürlicher Bestandteil — konzentriert z. B. in Spinat, Rhabarber, Roter Bete, Kakao sowie einigen Nüssen und Samen. Auf dem Etikett steht die Zutat, nicht das Oxalat — FoodBuddy stellt die Verbindung her.
Purine
Etikettennamen: Hefeextrakt, Fleischextrakt, Brühen und Fonds-Konzentrate, Sardellen, Sardinen, Zutaten aus Innereien.
Tyramin
Etikettennamen: gereifter Käse, luftgetrocknete und gepökelte Wurstwaren, Hefeextrakte, fermentiertes Soja (Miso, Sojasauce), lang gereifte Produkte.
FoodBuddy als Unverträglichkeits-Scanner
Aktiviere genau die Themen oben — neun Interessensgebiete, jeweils mit eigener Empfindlichkeitsstufe — und scanne dann jede Zutatenliste oder durchsuche die Produktdatenbank. Treffer werden mit Begründung hervorgehoben (direkt, Keyword oder unbestätigt), inklusive der Alternativnamen, hinter denen sich eine Zutat versteckt. Alles läuft offline auf deinem Gerät; wie der Abgleich funktioniert, steht offen in unserer Methodik.
Beim Einkaufen heißt das: Produkt in die Hand → Zutatenliste scannen → Hervorhebungen ansehen → am Etikett verifizieren → entscheiden. FoodBuddy zeigt dir, wo du hinschauen solltest — die Entscheidung bleibt bei dir.
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